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Text: Martin Gmelch, Johann Rupp, Johann Paulus

Bilder: Walter Dubowy, Peter Voll

Chronik des Gesangvereins Pölling 1912 e.v

Diese Seite ist noch in Bearbeitung, daher noch nicht vollständig!

Die Chronik schreibt im Vorbericht: „Nachdem in sämtlichen größeren Nachbargemeinden Männergesangvereine bestehen, wurde durch Herrn Hauptlehrer Josef Hofbauer auch dieser nun folgende Verein ins Leben gerufen. Die Anregung ging von mehreren sangeslustigen Gemeindebürgern aus.“

Am 23. Januar 1912 erklärten 28 Mitglieder ihren Beitritt zum genannten Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, „das deutsche Lied zu pflegen und dadurch etwas mehr Geselligkeit und Unterhaltung in unser sonst so stilles Dorf zu bringen.“
Vorgenommen hatte man sich, mehrmals Abendunterhaltungen zu veranstalten und zu besonderen Anlässen entsprechende Chorsätze zur erhöhten Feierlichkeit vorzutragen. Zitat: „Zur Einstudierung hatte man einen überholten, jedoch gut erhaltenen Flügel gekauft.“
Als Vereinslokal wurde das Gasthaus Feihl erkoren und die Vorstandschaft setzte sich wie folgt zusammen:
1. Vorstand:                     Bürgermeister Martin Knipfer
Kassier:                            Alois Schmidt
Schriftführer:                   Ludwig Feihl
Vergnügungskomissär:   Haberler Johann
Chorleiter:                        Hauptlehrer Josef Hofbauer

Sängergruppe aus dem GV Pölling: Bürgermeister Knipfer(2. v. links), Josef Zeltner(mitte) Chorleiter ab 1934, Josef Enzenbacher (3. v. rechts)

Die ersten 24 Sänger unseres Vereins waren:

Josef Enzenbacher
Karl Feihl
Martin Feihl
Martin Forster
Georg Forster
Michael Gärtner
Johann Gmelch
Johann Haberler

Johann Härtl
Georg Kirsch
Josef Kirsch
Johann Knipfer
Jakob Koller
Johann Mächtl
Johann Moll
Albert Münch

Karl Poletz
Josef Rackl
Georg Rupp
Josef Schuster
Michael Seger
Kaspar Setzer
Josef Wagner
Josef Zeltner

Bereits am 31. März desselben Jahres konnte, „nachdem sich die Mitglieder des Vereins bei den regelmäßigen Proben fleißig einfanden, in den Lokalitäten des Feihl‘schen Gasthauses, die 1. Abendveranstaltung abgehalten werden“. Über 200 Zuhörer aus Pölling und Rittershof folgten der Einladung. Die Sänger hatten bereits einige anspruchsvolle Lieder einstudiert, wie das Programm zeigt.

Bedingt durch den 1. Weltkrieg finden sich bis zum Jahre 1919 keine Aufzeichnungen in der Vereinschronik.

10. Januar 1919 – Die Chronik berichtet: „Nach einer mehr als fünfjährigen Pause, die durch den Völkerkrieg 1914-1918 verursacht war, wurde die Tätigkeit des Vereins wieder aufgenommen.
Diese aktiven Mitglieder wurden ein Opfer dieses schrecklichen Krieges:
Ludwig Feihl, Johann Weißmüller, Franz Weißmüller, Johann Knipfer, Johann Lang, Josef Gailer

Die für das Vaterland gefallenen Helden gehörten zu den eifrigsten und tüchtigsten Mitgliedern des Vereins. Man wird ihnen über das Grab hinaus im Liede und im Gebete gedenken.
Von 1919 bis 1929, findet sich kein Eintrag in der Chronik.
Aus den Mitgliederlisten und Ehrungen späterer Jahre ist aber ersichtlich, dass in diesen 10 Jahren weitere Sänger neu hinzukamen und somit ein Vereinsleben stattfand.
Neu eingetreten in der Zeit von 1919-1929 sind:

1920  Blomeier Josef 
1920  Gärtner Johann 
1920  Rupp Johann
1924  Setzer Kaspar 
1924  Weiss Josef 
1925  Knipfer Michael 
1926 Lenz  Michael 
1930 Schaller Alois

1926 Schubert Karl
1926 Zankl Michael
1927 Knipfer Kaspar
1928 Schaller Georg
1928 Wagner Alois
1929 Gärtner Martin jun.

Theateraufführung 1920: ‚Das Austragsstübele‘
Bilder zeugen von einer aktiven Theaterarbeit. Somit dürfte auch das Chorleben aktiv gewesen sein.

Ein Vereinsausflug von 1929 mit den Fahrrädern auf den Sulzbürg zeigt ebenfalls ein gepflegtes Vereinsleben (mit Josef Hofbauer in der Mitte).
1930
wird Hauptlehrer Josef Hofbauer in den Ruhestand versetzt. Er zieht nach Neumarkt um. Erster Vorstand ist zu diesem Zeitpunkt Johann Mächtl. Er verglich den Scheidenden mit einem Sämann, der den Samen des Liedes ausgestreut und den Verein zu einer reichlich früchtetragenden Pflanze herangezogen hat. Schriftführer Schwankhardt schreibt:
„Herr Oberlehrer hat Jahre hindurch mit Aufopferung und Muse sich freiwillig mit den Vereinsmitgliedern abgemüht, um ihnen das ABC des Gesangs beizubringen. Groß war da die Arbeit; aber Herr Oberlehrer liebt die Musik. Er scheidet von unserem Ort, aber nur räumlich, das Band der Harmonie hält vereint.“

Ein Bild des Kirchenchores von Pölling um 1928 zeigt die damals führenden Personen in unserem Gesangverein:

links hinten Bürgermeister Martin Knipfer, 
daneben: Oberlehrer Josef Hofbauer
vorne links: Josef Zeltner, Chorleiter ab 1935

 

Wie schnell sich das Blatt wenden kann, zeigt der nächste Eintrag in die Vereinschronik. Schriftführer Johann Härtl berichtet: „Die Jahre 1932 – 1934 waren infolge ideologischer Zerstrittenheit Jahre mit seltenen Aktivitäten. Vorstand Mächtl und Chorleiter Steuber treten zurück.

1934 wird Georg Zeltner zum 1. Vorstand gewählt, Josef Zeltner wurde Chorleiter. Der Gesangverein wird in den Deutschen Sängerbund / Gau Franken aufgenommen.
1935 wird Martin Knipfer (Sohn des 1. Vorstandes) 1. Vorsitzender.
1938 übernimmt Johann Rupp den Verein. Ab Februar 1940 – der 2. Weltkrieg dauert schon ein halbes Jahr – ruht wieder die Vereinsarbeit des Männerchores. Vorstand Johann Rupp und einige junge Sänger waren bereits zum Kriegsdienst eingezogen. In einem gefühlsbetonten Bericht schildert Martin Knipfer die resignative Stimmung im Verein:
„Obwohl das verflossene Vereinsjahr keine besonderen Ereignisse in sich hatte, war es, abgesehen von den Zeiten des 2. Weltkrieges, wohl das schicksalhafteste, das der Verein über sich ergehen lassen musste. Johann Härtl, den wir mit Stolz einen unserer besten nannten, ist verstorben. Josef Haberler und Adolf Weigl, die zwei jüngsten Sangesbrüder, sind in Erfüllung ihrer Pflicht gefallen. In tiefer Ergriffenheit gedachten die Anwesenden der Verstorbenen.“
Man kam überein, im Frühjahr keine Proben zu veranstalten, da mit weiteren Einberufungen zu rechnen war. Es sollten 9 Jahre werden!
Die größte Not ist gelindert, und die meisten überlebenden Soldaten sind aus der Gefangenschaft zurückgekehrt, da belebt sich der Verein 1949 neu.
In die Vorstandschaft wurden gewählt:
          1. Vorstand           Rupp Johann
          2. Vorstand           Gärtner Johann
          Schriftführer          Feierler Johann
          Kassier                  Koller Albert
          Chorleiter              Zeltner Josef

Man begann mit neuem Elan und die Sänger gingen mit neuem Eifer an die Arbeit. Der Beitritt vieler junger Männer zum Verein ließ die Stärke und Qualität des Chores wachsen.

1952
, im 40. Gründungsjahr, gehörten dem Chor folgende Sänger an:

Beck Johann
Beck Michael
Blomeier Josef
Brandl Johann
Braun Helmut
Deinahrd Ernst
Distler Michael
Distler Franz
Ermer Raimund
Feierlein Johann
Feihl Karl
Feihl Martin
Forster Franz
Forster Karl
Gärtner Johann
Gärtner Martin
Gärtner Martin
Gärtner Wendelin

Gärtner Xaver
Gmelch Karl
Haberler Martin
Härteis Michael
Härtl Josef
Huber Oskar
Hunner Franz
Knipfer Karl
Knifper Martin
Koller Albert
Koller Hans
Köferl Michael
Körner Erhard
Mächtl Adolf
Mächtl Johann
Meier Josef
Moll Johann
Münch Martin

Poppel Johann
Pröbstle Josef
Rupp Josef
Rupp Johann
Schaller Franz
Schönsteiner Willi
Schreiber Erwin
Schubert Karl
Setzer Kaspar
Silberhorn Johann
Wagner Alois
Weiss Josef
Zankl Franz
Zankl Johann
Zankl Karl
Zankl Xaver
Zeltner Josef
Zeltner Willibald

Josef Zeltner, seit 1935 Chorleiter, hat während der Kriegs- und Nachkriegsjahre zusammen mit dem damaligen Pfarrer Johann Guppenberger durch eine intensive musikalische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen wertvolle Arbeit für das kulturelle Niveau in Pölling geleistet. Die Früchte dieser Arbeit kamen besonders dem Gesangverein zugute. Josef Zeltner gründete auch eine Blaskapelle, die fortan die Festivitäten des Gesangvereines aktiv begleitete.
1952 feiert der Verein sei 40. Gründungsjubiläum.
Der Gesangverein tritt dem Fränkischen Sängerbund / Kreis Oberpfälzer Jura bei.

Vorstand Johann Mächtl (li.) bei der Fahnenweihe 1954

Johann Mächtl übernimmt in diesem Jahr die Geschicke des Gesangvereins als
1. Vorstand. Am19. Juli ist ein Festkommers, bei dem das Lied „Donauwellen“ besonderen Anklang findet. Zu Gast sind u. a. der Gesangverein Holzheim und Landrat Dr. Schedl

1954 kaufte der Verein eine Fahne. Der Männergesangverein Berching übernimmt die Patenschaft. Dieses Fest wurde mit dem 2. Gruppensängerfest der Sängergruppe Oberpfälzer Jura verbunden. Die weiteren Jahre waren geprägt von vielerlei sängerischen und kulturellen Aktivitäten.

Mit Josef Rupp und Johann Beck übernahm 1956 eine neue Generation die Leitung des Vereins. Der aus gesundheitlichen Gründen zurück getretene alte Vorstand Johann Mächtl, der 20 Jahre den Verein leitete, wurde zum Ehrenvorstand ernannt.
Chorleiter Zeltner konnte sein 25-jähriges Jubiläum als Chorleiter begehen.
Bis in die sechziger Jahre hinein erfreute eine Theatergruppe unter der Leitung von Johann Zankl die Bevölkerung mit alljährlichen Theateraufführungen.
1960 erlebte der Verein einen musikalischen Höhepunkt: Mit dem Liederkranz Neumarkt beteiligte er sich am Bundeschorfest in Würzburg.

  Die Vatertagsausflüge waren im geselligen Bereich ein Höhepunkt.

Das Vereinsjahr 1962 begann mit einem harten Schicksalsschlag. Am 18. Jan. verstarb plötzlich und unerwartet Chorleiter Josef Zeltner.
Was die Sangesbrüder damals empfanden, äußerten sie im folgenden Nachruf:

„In stiller Ehrfurcht gedenken wir unseres in die ewige Heimat abberufenen Chorleiters und Sangesbruders Josef Zeltner. Er war 30 Jahre Chorleiter des GV Pölling und Träger der goldenen Chorleiterehrennadel. Ein treues Sängerherz hat aufgehört zu schlagen. Lehrer und Freund warst uns Du, wir möchten Dir dafür danken. Gott gebe Dir die ewige Ruhe. In tiefer Trauer
    „Gesangverein Pölling, Josef Rupp, 1.Vorstand“

1962 übernahm der junge Sänger Karl Zankl das schwere Amt des Chorleiters. 

Im Sommer 1962 feierte der Verein das 50. Gründungsjubiläum.
17 Vereine mit ca. 700 Sängern beteiligten sich am Festzug durch die festlich geschmückten Straßen von Pölling.
Die Gründungsmitglieder Georg Kirsch, Georg Forster u. Johann Silberhorn wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt, Karl Schubert wurde für 40-jährige Vereinstreue geehrt und
2. Vorstand Johann Beck erhielt die Sängerplakette. Der Verein zählte 52 aktive Mitglieder. Nach Höhen und Tiefen stand der Verein in neuer Blüte.
Die Situation verdeutlichte ein Zeitungsausschnitt mit der Überschrift: „Reiches Kulturangebot in Pölling“; weiter heißt es: “Der Dirigent Karl Zankl und der Vorstand Josef Rupp können auf die Leistungen des Vereins stolz sein.“

1965 wird der Verein Pate des GV Thannhausen.

1966 übernimmt Franz Schaller die Chorleitung.

In den folgenden Jahren war man bestrebt Freundschaft und Kameradschaft zu fördern. Der Verein hatte 35 aktive Mitglieder.
Das 60. und 70. Vereinsjubiläum beging man mit je einem großen Festabend.
Vorstand Josef Rupp konnte zahlreiche Sänger ehren.

Ein besonderer Höhepunkt im kulturellen Leben war der Heimatabend 1973 mit der CAJ Pölling. Mit Liedbeiträgen, Sketchen, Schuhplattlern, Zittermusik und Witzen wurden die Besucher zu Beifallsstürmen hingerissen. Der Erfolg war so groß, dass dieser Heimatabend dreimal aufgeführt werden musste.
Die weiteren Jahre waren geprägt von einem intensiven Vereinsleben wie Sängertreffen, Liederabende, Weihnachtsfeiern aber auch unterhaltsamen Terminen wie Vereinsausflüge, Operettenfahrten, Kameradschaftsabende und natürlich vielen Ständchen.

Ende der 70er Jahre zählte der Chor wieder 53 Sänger.

 

1981 war Josef Rupp 25 Jahre Vorstand. Der Verein ehrte ihn mit einem Festabend.
In einem Zeitungsartikel heißt es: „…welch Idealismus und Liebe zum Gesang müssen sich in der Brust von Josef Rupp vereinen… wie hätte er sonst in den vergangenen 25 Jahren den Verein mit Tatkraft und Geschick zu dessen heutigen Ansehen und Stärke führen können.“ Ein Vorstand wie Josef Rupp braucht aber auch eine gute Mannschaft: 2. Vorstand Johann Beck, Kassier u. Tafelmeister Josef Pröbstle, Schriftführer Franz Meier, Kulturwart Hans Distler

1981: Das Konzert zur Einweihung des Neumarkter Reitstadels und die Mitgestaltung des Festabends zur Verabschiedung von Regierungspräsident Emmering in Amberg waren neben den üblichen Aktivitäten herausragende Termine.

 

1982 wird im Reitstadl das 70-jähr. Gründungsfest zusammen mit dem Knabenchor von Willi Distler begangen.


1984
trat die bewährte Mannschaft zurück. Josef Rupp wurde Ehrenvorsitzender.
Den Verein leitet nun:

1. Vorstand:    Johann Kirsch
2. Vorstand:    Albert Distler
Kassier:           Gerhard Adlfinger  
Schriftführer:  Johann Graf
Chorleiter:        Franz Schaller

Der Verein zählt zu der Zeit 135 Mitglieder; darunter sind 52 aktive Sänger.
In der 6-jährigen Vorstandschaft von Johann Kirsch wird der Gesangverein ein „eingetragener Verein“. Die Sänger beschließen sich eine einheitliche Kleidung anzuschaffen.

1985 Durch eine Überschwemmung unseres Probenraumes ist das komplette Notenmaterial in den Fluten versunken. Dank des selbstlosen Einsatzes einiger Sänger, konnte der größte Teil – Blatt für Blatt getrocknet – gerettet werden. Das Klavier war unrettbar verschlammt. Dank vieler Spenden war es möglich, sich ein neues anzuschaffen.

Liederabende 1985 und 1986, sowie ein Konzertabend mit dem Nerima-Frauenchor aus Tokio / Japan im Hotel Stadtpark in Nürnberg waren musikalische Höhepunkte.

Zum 75. Vereinsjubiläum 1987 veranstaltete der Verein, bei ausverkauftem Haus ein Festkonzert im Reitstadel von Neumarkt. Ein Kommersabend rundete das Fest ab.
Chorleiter Franz Schaller hatte ein anspruchsvolles Programm zusammengestellt und mit den Sängern eingeübt. Unter seiner bewährten Leitung wurde das Konzert im voll besetzten Reitstadel ein großer Erfolg. Tosender Applaus entschädigte alle Mitwirkenden für ihre Mühen.
Im selben Jahr beteiligen sich die Sänger am 125. Jubiläum unseres Patenvereins Berching.
In dieser Zeit führte der Verein jährlich 2 bis 3 -Tagesausflüge durch.
Vorstand Kirsch ehrte beim jährl. Kameradschaftsabend den Sänger Willi Distler für sein vielfältiges Vereinsengagement, sowie für den bereits 1975 gegründeten Knabenchor, der das Pöllinger Kulturleben stark bereicherte.

Nach 22 Jahren erfolgreicher musikalischer Leitung gibt Franz Schaller 1988 den Dirigentenstab weiter an den Sänger Johann Rupp.
Somit ist es wiederum gelungen, einen musikalischen Leiter aus den eigenen Reihen zu gewinnen.
Mit einem Ehrenabend wird die besondere Leistung von Franz Schaller für den Verein hervorgehoben.

Die Aktivitäten liefen auf hohem Niveau weiter. Höhepunkte waren der Gottesdienst in der Krankenhauskapelle Neumarkt mit Rundfunkübertragung, Adventskonzerte in der Pfarrkirche Pölling, sowie Sängerfeste bei befreundeten Vereinen.
Seit dem Jubiläumskonzert 1987 hat sich Pianist Rudolf Fuchs unserem Verein als aktives Mitglied angeschlossen. Er ist eine besondere Bereicherung in jeder Hinsicht.

Mit dem Männergesangverein Wippershein bahnte sich eine Vereinsfreundschaft an.

Der Gesangverein besuchte im März 1989 Wippershein, das direkt an der Zonengrenze liegt. Als wir an der Grenze standen, dachte niemand an die alles verändernde geschichtliche Wende, die sich innerhalb eines halben Jahres vollzog.

Wenige Jahre später konnten wir Wippersheim ein 2. mal besuchen.

 

1990:  Wechsel in der Vorstandschaft;
Den Verein leitet nun folgende Vorstandschaft für die 55 Sänger im Verein:

          1. Vorstand:       Johann Graf
          2. Vorstand:       Franz Mederer
          Kassier:              Josef Mertl
          Schriftführer:   Johann Paulus,   ab 1998: Martin Gmelch
          Chorleiter:         Hans Rupp

 

1991 beteiligt sich der GV am Signalsteinfest in Geschwand bei Gößweinstein

1992   80 jähr. Jubiläum des Gesangvereins mit Konzert im Reitstadel und CD-Aufnahme.
Mit der Band „Felix Fimo“, bestehend aus Musikstudenten um Manfred Meier und unserem Pianisten R. Fuchs durften die Sänger einen bis auf den letzten Platz besetzten Saal unterhalten.

Weitere besondere Aktivitäten der 90er waren: Singen im Eichstätter Dom anläßlich einer Fußwallfahrt von Pöllinger Pilgern zum Willibaldsjahr sowie das abendliche Singen Neumarkter Chöre am Marktplatz.

Gesellschaftlich bietet der Gesangverein ein reichhaltiges Angebot: Gaudimax-Veranstaltungen, Rosenmontage: Tanz mit Gesangseinlagen, Stimmung, eine „Mord’s Gaudi, natürlich mit der „besseren Hälfte“.
Den Titel Pöllinger Gaudimax erhielt im Pfarrheim Charite einmal Xaver Münch und das andere Mal Anton Walter.

Bei einem Zweitagesausflug nach Prag gestaltete der Gesangverein mit seinem Pianisten Rudolf Fuchs die Abendunterhaltung, bei der auch Landesbürger und andere Touristen anwesend waren.


1997
  Zum 85-jährigen Jubiläum entschlossen sich die Sänger eine neue Vereinskleidung anzuschaffen. Zum einen sind einige ältere Sänger seitlich dem Jackett entwachsen, zum anderen konnten neue junge Sänger eingebunden werden.

Das 3. Reitstadelkonzert 1997 zum 85 jähr. Vereinsjubiläum war wiederum ein beindruckender Erfolg. Im ausverkauften Saal begeisterten die Sänger ihr Publikum. Unser Pianist Rudolf Fuchs war kurz vor dem Konzert schwer erkrankt, so daß 6 Wochen vor der Aufführung eine Vertretung engagiert werden musste. Da wurde so mancher etwas nervös.
Die CD, die dabei aufgenommen wurde, machte dieses Konzert unvergesslich.
Am Kommersabend im Johanneszentrum feierte der Gesangverein mit seinen Patenchören Berching und Thannhausen mit ernsten und unterhaltsamen Beiträgen.

Vereinsfoto zum 85 jährigen Jubiläum

1998 bei einem Auftritt in der Landesgartenschau

Die Weihnachtszeit ist auch für den Gesangverein eine Zeit harter Probenarbeit, um die vielfältigen Auftritte zu bewältigen. Weihnachtsmärkte in Pölling und Neumarkt, Gottesdienste in Pölling, St. Anna, in Altenheimen in Neumarkt oder Nürnberg und natürlich die alljährliche besinnliche Weihnachtsfeier, bei der der Gesangverein einen besonderen kulturellen Anspruch pflegt.

Selbst der Nikolaus kommt zu den Sängern: Zum Loben und auch zum Tadeln. Frau Chorleiter und Frau Vorstand geben sich dabei die Ehre.
Das reichhaltige Angebot an Musik- und Gesangsgruppen in Pölling ermöglichte immer wieder eine Musikveranstaltung im Feihlsaal. Diese Veranstaltungen wurden von der Bevölkerung sehr gut angenommen.
Jedes Jahr organisiert der Gesangverein auch einen Tagesausflug. Die Sänger nahmen sich vor, bei solchen Anlässen auch einen Gottesdienst zu gestalten, z. B. in Andechs, Rottach-Egern, Wemding und Passau, wo der Gesangverein die Ehre hatte im Passauer Dom zu singen.

2001 besucht uns der japanische „Papasan“ Chor aus Shizuoka, Japan, der auf Europatournee war. Im Feihlsaal erklingen im Wechsel deutsche und japanische Lieder.

Die Sänger Johann Paulus, Martin Gmelch und Franz Meier holen zusammen mit den passiven Mitgliedern Berta Forster und Ernst Deinhard beim Rate- und Geschicklichkeitsspiel „Neumarkt-Champion“ im Reitstadl vor laufender Fernsehkamera den Pokal nach Pölling.

2002 feiert der GV sein 90 jähriges Bestehen mit einem Jubiläumskonzert im Reitstadl mit CD-Aufnahme.
Der Feier zur Gedenkveranstaltung „30 Jahre Gebietsreform“ im Rathaus Neumarkt gibt der Gesangverein eine würdige musikalische Umrahmung.
Die Termine für den Gesangverein und die Sänger häufen sich nun:
Wir singen beim Kreischortag in Breitenbrunn zum 75. jähr. Gründungsfest des GV Breitenbrunn.

Das Vereinsfoto zum 90. Gründungsfest 2002

2002 nimmt der Gesangverein zum ersten Mal mit einem Festwagen am Volksfestzug teil und die Sänger marschieren singend durch die Stadt.
Ebenfalls präsent ist der Chor beim Galaabend anlässlich des 140 jähr. Gründungsfestes unseres Patenvereins Berching.
In diesem Jahr betrauern wir jedoch auch den Verlust von Xaver Gärtner, der von 1990 bis 1997 zweiter Vorstand war.

2003 sind wir beim 125 jährigen Raiffeisen-Jubiläum in Holzheim mit Gesangsbeiträgen im Festzelt dabei und beim Kreischortag in Freystadt.
Anlässlich eines Ausflugs in die Partnerstadt Mistelbach in Österreich gestalten wir einen Gottesdienst in der dortigen St. Martinskirche.
Vorstand Johann Graf u. Chorleiter Hans Rupp feiern ihren 50.Geburtstag und werden vom Chor und den Sängern geehrt.
In diesem Jahr feiert Chorleiter Hans Rupp zudem mit seiner Sängergruppe „Good News“ 10-jähriges Bestehen.

2004 gestalten die Sänger Gottesdienste beim Vereinsausflug in der Pfarrkirche Arztberg und zu Hause auf dem Mariahilf Berg. Dazu kamen viele Auftritte zu runden Geburtstagstagen von aktiven und passiven Mitgliedern.

Am Sänger-Sommerfest in Postbauer-Heng nahmen wir mit 4 weiteren Vereinen teil und natürlich leisteten wir unseren Beitrag beim Kreischorfest in Berching.

Kreischortag in der Pfarrkirche Pöling

2005 ist der Gesangverein zum Festabend beim 100-jährigen Bestehen des Gesangvereins Schwarzenbach eingeladen und beim Vereinsausflug nach Ingolstadt gestaltet unser Chor einen Gottesdienst im Liebfrauenmünster.
Beim Liederabend zum Jubiläum des Burschenvereins in Hausheim ist ein Auftritt unseres Chores ebenso gefragt wie beim Sänger-Sommerfest in Winkelhaid anläßlich des 100-jährigen Gründungsfestes des Gesangverein Winkelhaid.
Zur Weihnachtszeit gestalteten wir zusammen mit anderen Chören Konzerte in Burgthann auf dem Mariahilf Berg.
Auffallend oft besuchten uns in diesem Jahr holländische Gäste bei den Proben im Gasthaus Feihl.

Das Jahr 2006 beginnt mit dem Freundschaftstreffen mit unserem Patenverein Thannhausen. Kurze Zeit später ist der Gesangverein Pölling Gastgeber bei der Delegiertenversammlung des Fränkischen Sängerbundes.

In Moosbach bei Nürnberg nehmen wir am ‚Liederabend in den Frühling‘ teil. Wir gestalten Maiandachten auf dem Habsberg und auf dem Mariahilf Berg und sind Teilnehmer beim Schloßkonzert in Postbauer-Heng.

Ein mutiger Start für ein inzwischen sehr beliebtes Event in Pölling war das 1. Pöllinger Weinfest in der Halle der Jagdgenossenschaft. Dabei konnten wir viele Sänger unserer Patenvereine Berching und Thannhausen begrüßen.

Männerchor Thannhausen

Das Jahr 2007 bleibt uns in bester Erinnerung durch das erfolgreiche Jubiläumskonzert im Reitstadl zum 95. Vereinsbestehen. Wie schon einige Male vorher, haben wir auch dieses Konzert auf CD festgehalten.

Auch Tage der Trauer bleiben dem Verein nicht erspart. Nahezu vollständig geleiten die Sänger ihr Ehrenmitglied Martin Feihl zu Grabe.

Maiandachten in Rittershof, in der St. Anna Kirche und auf dem Mariahilf Berg sind im Mai vornehmste Pflicht und der Vereinsausflug mit Gesang geht diesmal nach Volkach und Maria im Weingarten.

Beim Kommersabend zum 95. Jubiläum ehrt Vorstand Johann Graf den langjährigen und verdienten Chorleiter Franz Schaller

Am Projektchor beim Bundes-Chorfest des fränkischen Sängerbundes in Bamberg engagieren sich auch so manche Sänger aus unseren Reihen.

Besonders motiviert sind die Sänger beim Auftritt in der weihnachtlichen Stadtratssitzung im Reitstadl.

Vorstand Johann Graf ehrt 2008 seinen Vorgänger Johann Kirsch zum 60. Geburtstag

2008 finden Neuwahlen statt: Den Verein leitet folgende Vorstandschaft:

          1. Vorstand                     Johann Graf
          2. Vorstand                     Franz Mederer
          Schatzmeister:             Christian Kirsch
          Schriftführer:                Martin Gmelch
          Chorleiter:                      Johann Rupp
          Notenwart:                    Walter Dubowy, Karl Weißmüller
          Kulturausschuß:          J. Paulus, J. Mertl, X. Münch, M. Kapfer
          Vereinsausschuß:        M. Distler, J. Kirsch, P. Koller
          Rechnungsprüfer:       G. Adelfinger, E. Tischner
          Fahnenabordnung:     R.Wild, M. Rupp, H. Feierler, T. Forster

2009 Die Liedbeiträge des Gesangvereins Pölling wurden beim Kreischortag des Sängerkreises Oberpfälzer Jura in der Kirche ‚Sankt Michael‘ in Lauterhofen in der örtlichen Presse hoch gelobt.

Ein Höhepunkt im Vereinskalender ist seit einigen Jahren die Beteiligung des Gesangvereins beim Volksfestzug.

Josef Rupp

Am 28. Februar 2009 begleiteten die Sänger ihren verstorbenen Ehren-Vorstand und langjährigen Vorsitzenden des Sängerkreis Oberpfälzer Jura, Josef Rupp, nach der gesanglichen Gestaltung des Trauergottesdienstes zu seiner letzten Ruhestätte.
Neben den Gründungsvätern darf man ihn mit Recht als die prägendste Gestalt unseres Vereins bezeichnen.